Der Tulpennebel (Sh2-101) liegt etwa 6.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und verdankt seinen Namen seiner charakteristischen Form, die an die Blüte einer Tulpe erinnert. Die leuchtenden Wasserstoff- und Sauerstoffgase werden durch heiße, junge Sterne ionisiert und bringen den Nebel in den typischen Rot- und Türkistönen zum Leuchten.
Nur wenige Grad entfernt befindet sich der Mondsichelnebel (NGC 6888), der in rund 5.000 Lichtjahren Entfernung liegt. Er entstand durch die gewaltigen Sternwinde des massereichen Wolf-Rayet-Sterns WR 136, die das zuvor ausgestoßene Material des Sterns zusammenpressen und zu einer schalenförmigen Blase formen. Die komplexen Stoßfronten erzeugen die filigranen Strukturen, die den Nebel zu einem der faszinierendsten Objekte des Sommerhimmels machen.
Diese Widefield-Aufnahme zeigt beide Nebel gemeinsam in ihrem natürlichen Umfeld und verdeutlicht ihre räumliche Nähe innerhalb der ausgedehnten Wasserstoffwolken des Sternbildes Schwan. Während das Gesamtbild die Einbettung der beiden Nebel in ihre galaktische Umgebung zeigt, ermöglichen die entsprechenden Nearfield-Aufnahmen einen detaillierten Blick auf die feinen Gasfilamente und Schockstrukturen der einzelnen Objekte.
Zur Detailaufnahme des Mondsichelnebels inkl. Seifenblasennebel in der Nearfield - Galerie hier klicken.
Zur Detailaufnahme des Mondsichelnebels in der Nearfield - Galerie hier klicken.
- Datum: 25.07.2026
- Teleskop: Touptek D60
- Kamera: Touptek 2600c
- Filter: Antlia Quadband
- Belichtung: ca. 2 Stunden (subframes gestackt)
- Software: Siril, Topaz Denoise, GIMP